15.10. – 21.10.

Montag war Mothersday und dementsprechend keine Schule. Lisa und ich hatten die Idee mit den Mädels aus dem Internat einen Trip zum See zu machen. Es stand am Freitag fest, dass der Trip stattfinden würde, aber Sonntag Abend wussten wir immer noch nicht wie wir hinkommen würden… bis mich Montag um kurz vor sechs unser Nachbar Mr. Mosakwacha aufweckte, indem er vor meinem Fenster solange meinen Namen rief bis ich antwortete. Vor der Tür erzählte er mir dann, wie am Tag alles funktionieren würde.

Nach dem Mittagessen ging es dann los, wieder mit dem Transporter der Schule und derselben Stimmung wie nach Chitipa. Bloß dass es diesmal nur Mädchenwaren. Angekommen am Strand zogen sich alle sofort aus und sprangen ins Wasser.  Lisa und ich hatten vorher überlegt, was wir denn zum Baden anziehen sollten und ob es in Ordnung wäre wenn wir Shorts tragen würden. Beim Moment der Ankunft am Wasser stellte sich dann heraus, dass wir uns diese Gedanken umsonst gemacht hatten. Die Mädchen gingen einfach in ihrer Unterwäsche baden.

Im Wasser war es dann ein ganz schönes Gewusel mit ca. 45 Mädchen, Lisa und ich mittendrin. Es wurde sich gegenseitig Huckepack genommen, auf die Schultern geklettert und noch vieles mehr. Wir hatten sehr viel Spaß zusammen !

Im Wasser haben wir dann mal herum gefragt wer denn eigentlich schwimmen kann. Und ich habe tatsächlich niemanden gefunden der mehr als Hundepaddeln konnte. Lisa und ich hatten vorher schon die Idee einen Swimming-Club aufzumachen, und nun sah man das dies doch wirklich hilfreich wäre. Leider könnten wir diesen nicht innerhalb der Woche machen, da die Zeit nach der Schule einfach zu kurz ist. Und am Wochenende ist es auch schwer, mal sehen ob es überhaupt etwas wird. Ich hoffe es jedenfalls.

Abends waren wir zum Essen beim Direktor eingeladen, es gab ein Abschiedsessen für Anna und Hannah. Seine Frau kocht das beste Essen, was ich bis jetzt in Malawi gegessen habe. Jedes Mal wenn man bei ihr zum Essen eingeladen wird, kann man sich vorher sicher sein dass man später aus dem Haus kugeln wird. Und so war es dieses Mal natürlich auch, ich glaube ich hatte mehr gegessen als auf der Feier in der deutschen Botschaft. Es war einfach unglaublich lecker!

Und wo ich gerade beim Thema Essen bin, die Mangozeit hat begonnen ! Wir essen jeden Tag mindestens zwei Mangos, und bei jeder hat man das Gefühl sie ist besser als die letzte. Das schöne ist auch, dass man sich hier das Schälen sparen kann. Man beißt einfach hinein wie in einen Apfel und genießt jeden Bissen.

Das ich in den letzten Tagen vielleicht etwas zu viel gegessen hatte, stellte sich dann am Dienstag heraus. Innerhalb einer halben Stunde wurde mir so übel wie schon lange nicht mehr. Und von der Stunde die darauf folgte will ich gar nicht erst anfangen zu reden. Ich kann sagen das ich einen neuen persönlichen Highscore im Essen-los-werden aufgestellt habe. Den Tag danach bin ich zu Hause geblieben, da ich doch sehr viel Wasser verloren hatte und ziemlich erledigt war. Donnerstag ging es mir aber schon wieder super, alles halb so schlimm!

Unsere zweite Art-Club Stunde war dann auch deutlich unchaotischer als die Erste. Wir hatten Buntstifte und genug Papier für jeden.

Abends am nächsten Tag kochten wir das erste Mal ohne die Aufsicht von jemandem Nsima. Ehm und ja, wir müssen noch ein wenig üben. ;P

Am Samstag hatte ich die Idee Mango Marmelade zu kochen und wir setzten sie auch gleich um. Sie wurde super lecker ! Eine schöne Addition zu unserem sonst so relativ knappen Frühstück. Nachmittags hatten wir uns mit Kondowe, einem Lehrer aus der Schule, verabredet gemeinsam zum See zu fahren. Wir tuckerten also mit unseren Fahrrädern los und er Zeigte uns nebenbei gleich noch sein zu Hause und die Gegend rings herum. Am See hatten wir viel Spaß im Wasser und schöne Unterhaltungen.

Sonntag hat sich als unser putz Tag eingetacktet. Klamotten waschen, Klo putzen, das Haus wischen und und und…

Danach wird dann meist nur noch gelesen oder mit unseren Nachbarn gequatscht. Wen wir dauerhaft als Besuch da haben sind unsere Nachbarskinder, mal sehr viele mal nur ein Paar. Seit dem wir das erst Mal unsere Malsachen herausgeholt haben ist ständig was los. 😉

2 Antworten auf „15.10. – 21.10.“

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.