13.10. – 14.10.

Am Samstag mussten Lisa und ich schon relativ früh aufstehen (für einen Tag am Wochenende jedenfalls ;)), da wir einen Schulausflug nach Chitipa haben würden. Uns wurde gesagt wir treffen uns so ungefähr 8.30 Uhr in der Schule um gemeinsam los zu fahren. Wir dachten natürlich es würde mindestens eine halbe Stunde später als geplant losgehen und ließen uns zu Hause gemütlich Zeit.

Letztendlich kamen wir nur sechs Minuten nach halb neun an der Schule an, aber was uns dort erwartete hat uns dann doch sehr überrascht. Alle waren schon abfahrbereit ! Die Schüler standen hinten auf der Ladefläche des Transporters der Schule und die Lehrer fragten uns wo wir denn geblieben sind, alle warteten schon auf uns. Das hätten wir wirklich nicht erwartet ! Da denkt man, man hätte sich schon gut eingelebt und weiß über vieles bescheid und dann so etwas.

Die Fahrt nach Chitipa dauerte ungefähr 4 Stunden. Lisa und ich saßen bzw. standen nicht mit hinten auf der Ladefläche sondern wurden vorne mit zum Fahrer gesetzt. Die ganze Fahrt über hörten wir die Schüler hinter uns singen, klatschen und lachen, die Stimmung war sehr ausgelassen.

Das Ziel in Chitipa war eine andere Schule und unsere Netball und Fußball Mannschaften würden dort gegeneinander spielen. Zuerst aßen wir Lehrer aber mit dem Headteacher der anderen Schule zu Mittag (wenn man hier in Malawi Besuch empfängt, bereitet man für diesen immer etwas zu Essen zu). Es war interessant zu sehen wie anders sich die Lehrer unserer Schule, verglichen mit dem Mittagessen bei uns, verhielten. Es war sehr ruhig und es wurde kaum gesprochen. Bei uns zu Hause im Staffroom ist die Stimmung während des Essens immer sehr ausgelassen und es wird viel gelacht.

Nach dem Essen gingen die Spiele los. Unsere beiden Mädchen Teams im Netball gewannen alle Spiele, die Jungs erzielten ein unentschieden und einen Sieg. Es war sehr lustig mit anzusehen wie ein Lehrer unserer Schule (Mr. Shawa, auf den Bildern im roten T-Shirt) mitfieberte und bei Toren sogar Rückwärtssaltos schlug. Die Mädels feuerten die Jungs an, indem sie in einer großen Traube laut singend und tanzend um das Spielfeld liefen. Die meiste Zeit liefen sie sogar im Spielfeld und teilweise auch vor den Toren entlang, das führte überraschenderweise aber nicht zu Spielverzögerungen, sondern einfach nur zu einem Moment von Gekreische und Gerenne, dann waren sie weg aus der Gefahrenzone.

Auf der Rückfahrt saßen und standen Lisa und ich mit hinten auf der Ladefläche. Sitzen konnte man nur auf dem Rand der Seitenwand, es waren einfach zu viele Schüler als das man sich hätte überall hinsetzen können. Die Stimmung der Rückfahrt war wieder genauso fröhlich wie auf der Hinfahrt. Jedoch wurde es bei Einbruch der Dunkelheit immer ruhiger, es fanden sich nämlich immer mehr Pärchen zusammen (eigentlich ist das an der Schule ja verboten aber Alan meinte: „Ach, jetzt ist es dunkel, Abends und Wochenende, da ist eh alles anders.“). Ich war irgendwann nur noch von kuschelnden Pärchen umringt.

Angekommen an der Schule wurden die Mädels aus dem Internat abgesetzt. Die nächste Station war unser zu Hause. Wir fuhren also mit dem großen Transporter voller singender und tanzender Jungs durch die kleinen Sandwege zu uns. Es war 10 Uhr Abends und alle Nachbarn schliefen schon, bis wir vorbei kamen.

Am nächsten Tag kamen Anna und Hanna wieder vorbei und wir genossen einen entspannten Sonntag.

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