2.9.-5.9.

In den letzten Tagen haben wir wieder viele schöne Momente erlebt und neues kennengelernt. Abends wurde erneut getanzt, aber diesmal nicht in unserem Wohnzimmer, sondern draußen vor unserer Hintertür. Und wir waren ungefähr doppelt so viele Personen. Manchmal standen nur drei Mädels in der Mitte, haben getanzt und wurden von ihren Müttern und den Frauen ringsherum angefeuert. Und ich sag euch, was die Kleinen schon für einen Hüftschwung drauf haben ist unglaublich!

Innerhalb der letzten Tage haben Lisa und ich Besuch aus Deutschland bekommen. Elisabeth, eine ehemalige Freiwillige von vor 2 Jahren ist für eine Woche da. Es ist ganz schön jemanden da zu haben, der schon einmal hier gelebt hat. Das verschnellert und erleichtert uns so einiges was wir noch lernen müssen. Nur wegen uns war sie natürlich nicht da, sondern um ihre Freunde hier wiederzusehen. Und wenn du das liest, es war total schön dass du da warst! Unser Gästezimmer steht dir immer offen. Und allen anderen steht es auch offen, falls jemand mal vorbeischauen möchte. 😉 Den nächsten Nachmittag haben wir uns mit Agness getroffen und sind gemeinsam zum Malawisee gefahren (Dieser ist ungefähr 5 km von uns entfernt, aber um zu laufen ist es in der prallen Sonne dann doch zu warm. Und die cold season ist gerade am zu ende gehen, das bedeutet von Tag zu Tag wird es wärmer.). Dort angekommen hat Elisabeth uns einen total friedlichen und schönen Ort gezeigt (das Haus mit den Tropischen Pflanzen und dem See nebenan). Wir saßen zusammen, haben gequatscht und waren auch baden. Wunderschön! Auf unserem Heimweg haben wir Fisch gekauft, da Lisa und ich ihn ein paar Tage zuvor schon einmal hatten und er sehr lecker war. Das Abendessen für die nächsten zwei Tage würde also aus Fisch bestehen. Meistens gibts dazu noch Tomaten (in welcher Art und Weise auch immer, sie waren in den letzten Tagen fast unser Hauptnahrungsmittel) und je na dem ob wir mit Niapete zusammen essen Sisima (das ist Maisbrei und das meist gegessenste Essen hier) oder wir kochen Reis oder Nudeln. Lisa und ich waren am nächsten Tag bei unserer ersten Lehrerversammlung dabei. Wir saßen alle zusammen und es wurde in der Gruppe aufgeteilt welcher Lehrer welche Fächer und Klassen unterrichtet. Es gibt ungefähr 12 Lehrer an der Schule. Wie das Schulsystem funktioniert und wie viele Klassen es bei uns gibt erkläre ich später noch einmal, wenn ich selbst besser bescheid weiß. Lisa und ich werden voraussichtlich in der Bibliothek aushelfen und den Computer-skills Unterricht unterstützen. Außerdem wünscht sich Felix (der Direktor der Schule und wie schon gesagt unser Mentor), dass wir einen Art-Club aufmachen. Wir sind beide zwar nicht die künstlerisch Begabtesten aber das wird schon! Eine Menge Ideen haben wir schon gesammelt. Und sonst wird sich innerhalb des nächsten Schuljahres bestimmt noch so einiges ergeben, auch nicht nur auf den Art-Club bezogen. Neues aus unserem gemütlichen und unordentlichen Zuhause gibt es auch, wir haben die ersten Kakerlaken erschlagen! Und das waren bestimmt nicht die letzten. Jeder der mich kennt weiß wie exzellent meine Ordnung ist, und Lisa ist da nicht anders. Das wird also ein tolles Jahr für unser Zuhause. 😉 Wir beide sind außerdem schon fleißig am Tumbuka sprechen lernen. Es ist jedoch sehr schwer sich die einzelnen Wörter zu merken, da sie in unseren Ohren teilweise wie Zungenbrecher klingen. Ein Beispielwort: mwendapanjinga. Das bedeutet Spinne. Ich gebe zu, nicht alle Wörter sind lang wie dieses, aber es ist trotzdem schwer. Gestern (am 5.9.) haben wir einer Nachbarin von uns Phase 10 spielen beigebracht. Sie konnte ein wenig Englisch, was die Sache sehr erleichtert hat. Sie hat es schnell verstanden und wir hatten Spaß beim spielen!

Tiwonanenke!

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