21.12. – 06.01.

An Freitag dem 21. starteten wir unsere Weihnachts- und Neujahrsreise. Als erstes ging es los nach Mzuzu. Dort trafen wir schon ein paar andere unserer Gruppe im Zoo (der Lodge) und hatten einen schönen Abend gemeinsam. Am nächsten Tag ging es weiter nach Chintheche, zu Lukas und Lucas. Bei ihnen würden wir die nächsten 10 Tage verbringen. Die anderen unserer Truppe kamen am 23.12. dort eingetrudelt.

Am 24. planten wir Mädels allerhand zu kochen, und fingen damit Mittags an. Unser Plan war es ein kleines Buffet aufzubauen. Wir verbrachten tatsächlich den ganzen Tag in der Küche, und am Ende waren wir wirklich stolz auf uns ! Ich zähle mal auf, was wir alles zubereitet hatten: zwei Sorten Kartoffelsalat, Beans, Pfannkuchenröllchen gefüllt mit Guacamole oder Tomatendipp, Soya pieces, green vegetables und Guacamole sandwiches. Oh, und der Glühwein darf natürlich auch nicht fehlen!

Wir hatten sogar ein wenig Weihnachtsdeko und es kam wirklich etwas Weihnachtsstimmung auf. Die Adventswochen zuvor fühlte man sich ja eher weniger in Stimmung.

Die Malawier feiern Weihnachten am 25. und den Tag über wird sehr viel getrunken. Lisa und mir wurde zuhause schon immer geraten, am Weihnachtstag nicht aus dem Haus zu gehen, denn es kommt häufig zu Auseinandersetzungen auf der Straße oder im Dorf. Zur Kirche wird natürlich auch gegangen, vormittags, und manche kochen zudem noch etwas besonders. An Silvester sieht es ähnlich aus, es wird am 31.12. und auch am 1.1. gefeiert.

An Heiligabend saßen wir also alle zusammen, aßen und quatschten. Später sangen wir sogar ein paar Weihnachtslieder und Schrott-Wichtelten. Es war ein wirklich schöner Abend ! Wenn ich ehrlich bin, war ich auch ein wenig froh mal nicht den großen Weinachtstrubel bei uns gehabt zu haben…

Am 25. bereiteten wir gemeinsam Samusas zu, saßen Abends wieder lange zusammen und quatschten.

Den Tag danach hatte Lukas eine Überraschung vorbereitet, er hatte ein Boot gemietet! Am Mittag fuhren wir damit also los, noch ohne Ziel wo wir eigentlich enden würden. Später sahen wir eine kleine Insel in der ferne, und beschlossen dort hin zu fahren. Auf dieser angekommen (sie war wirklich klein) machten wir ein wenig Pause, gingen Baden und entspannten in der Sonne. Irgendwann beschlossen wir wieder den Rückweg anzutreten. Der Mann der Lukas das Boot vermietet hatte, meinte mit dem Benzin was wir hatten könnten wir den ganzen Tag problemlos umherfahren. Also machten wir uns während der Fahrt gar keine Gedanken darüber. Tja, bis wir dann stehen blieben…

Es hieß nun Paddel raus und hau-ruck ! Am Ufer angekommen landeten wir bei einer Lodge, die gerade ein Fest feierte und uns wurde direkt Hilfe angeboten. Einer von uns fuhr mit einem Motorradtaxi los, Benzin besorgen und wir anderen konnten auf dem Fest noch traditionelle Tänze der Tonga bewundern. Nach einer Stunde ging es auch schon wieder los, nun dann wirklich nachhause.

Die Nächsten zwei Tage entspannten wir so gut wie nur, allein zum einkaufen liefen wir ins Dorf. Abends machten wir mal ein Lagerfeuer am Strand, aßen Stockbrot und genossen den Sternenhimmel.

Am 29.12. planten wir eine kleine Wanderung auf den höchsten Berg der Umgebung. Auf unserem Weg liefen wir durch einen Urwald-artigen Wald, die Natur war wirklich wunderschön ! Ab und zu sah man Tausendfüßler so dick wie ein Finger oder Pilze so Neon-orange dass man es sich gar nicht vorstellen kann. Irgendwann wurde der Weg auch eher zu einem Trampelpfand und man schlüpfte häufig durch Lianen hindurch oder musste Ästen und Zweigen ausweichen. Oben angekommen hatten wir wirklich eine tolle Aussicht über das Tal und den Wald. Wir machten ein gemütliches Picknick und traten danach unseren Rückweg an. Ein mal wieder toller Tag ging zu Ende.

Am 31. fuhren wir alle los nach Nkhatabay, in die Butterfly Lodge und feierten Abends ausgiebig. An der Stelle kann ich dann auch mal wieder einen meiner Lieblingsprüche bringen: Geschichten unter Alkohol Einfluss werden nicht veröffentlicht ! 😉

Die nächsten zwei Tage verbrachten wir sehr gemütlich in der Lodge, spielten Billard, gingen baden, haben gelesen und quatschten.

Am 3.1. trennte sich unsere Gruppe, ein paar von uns fuhren nachhause und ein paar nach Mzuzu. Letzteres taten auch Lisa und ich. Am Abend gingen wir Fußball schauen, jedoch schliefen dabei fast alle von uns fünf Mädels ein. 😛

Den Tag danach trennten wir uns schließlich komplett und jeder fuhr nachhause.

Lisa und ich setzten uns gegen 15 Uhr in einen Minibus, der dieses Mal extra voll und eng schien. Wir wollten eigentlich schon um eins los gefahren sein, aber wie immer wurde daraus nichts. Wir waren also froh endlich los zu kommen und freuten uns bald wieder zuhause anzukommen. Mitten in den Bergen gab dann aber plötzlich der Minibus seinen Geist auf… Erst versuchte das Fahrerteam den Bus wieder zum leben zu erwecken, aber nichts half. Wir waren also gestrandet in den Bergen und mussten nach einer neuen Mitfahrgelegenheit Ausschau halten. Nach einer Weile kam auch ein neuer Minibus und sammelte uns auf. Um ca. 19 Uhr kamen wir dann zuhause an.

Die nächsten zwei Tage wurde das Haus geputzt. In den zwei Wochen wo wir nicht da waren hatten es sich nämlich Unmengen von Ameisen bei uns gemütlich gemacht und ihre Haufen gebaut. Waschen mussten wir natürlich auch, es hatten sich eine ganze Menge Klamotten angesammelt. Ich bekam glücklicherweise Hilfe von unseren kleineren Nachbarskindern, denen scheint es immer großen Spaß zu machen uns zu unterstützen. Fragen tun wir natürlich nicht danach, sie setzen sich einfach mit dazu und machen mit. Und wer würde dazu schon nein sagen. .P

So, das waren also unsere Ferien ! Sehr schön und ereignisreich !

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