29.8

6.30 Uhr, aufstehen angesagt! Edfas und ich sind wieder ins Auto gestiegen, haben mir eine neue Simkarte besorgt und sind zu ihm ins Büro gefahren. Dort hat mir ein Kollege von ihm geholfen mein Handy einzurichten und erklärt wie alles funktioniert.

Am späten Vormittag sind wir dann zu einer Autotaxi und Minibus Station gefahren. Ihr habt jetzt bestimmt ein Bild von einem „geordneten“ Busbahnhof, wie es in Deutschland eben gibt, im Kopf. Aber nein nein, so nicht! Ringsherum um eine Tankstelle und die anliegende Straße wimmelt es von Autos, Minibussen und Menschen. Es werden Tomaten, Snacks und allerhand anderes verkauft. Die Leute quatschen miteinander und gehen ihres Weges. Andere suchen noch freie Plätze in einem Minibus oder Autotaxi und rufen ihre Zielorte laut in die Menge und den Fahrern entgegen, denn an den Fahrzeugen steht nicht wo sie jeweils hinfahren.Wie viel eine Fahrt kostet, weiß man oder man muss fragen. Los gefahren wird dann, wenn das Gefährt voll ist. Und zwar wirklich voll, dazu später mehr.

Und mitten in diesem Getümmel Edfas und ich, suchend nach einem Autotaxi nach Mzuzu. Als schließlich eines gefunden wurde ging alles ganz schnell, mein großes Gepäck wurde in den Kofferaum gequetscht und ich mit meinem Handgepäck auf die Rückbank. Edfas drückte mir schnell noch etwas Geld in die Hand damit ich dich Fahrt bezahlen konnte (ich hatte nur Euro und Dollars, keine Kwatcha), Tür zu, noch einmal winken und los geht´s !

Die Fahrt an sich lässt sich gut kurz beschreiben: Sehr eng, sehr sehr schnell und (Mama hör weg) ohne Anschnallgurt.

Wenn Leute aussteigen wollten, sagten sie einfach dem Fahrer bescheid und der hielt an. Wenn Leute an der Straße standen und winkten, wurde auch angehalten und sie konnten einsteigen, falls der Zielort der Richtige war.

Das Auto war ein Siebensitzer und die größte Zahl an Personen war 12. Es war also eine sehr kuschelige Fahrt. Irgendwann saß dann auch noch ein Huhn auf meinen Füßen und bliebt dort bis zur Ankunft in Mzuzu sitzen.

Insgesamt hat die Fahrt ca. 5 h gedauert. In Mzuzu angekommen landete ich wieder direkt im Getümmel und ein Markt war auch dort. Es war also noch voller als zuvor in Lilongwe. Ich wurde schnell von allerhand Leuten angesprochen wo ich denn hin will und ob sie mich in ihrem Minibus mitnehmen sollen. Ich wusste nicht so genau wo der Treffpunkt von mir und Felix war, also versuchte ich es mir erklären zu lassen. Ich hab dann auch sofort jemanden gefunden, der wusste wo ich hin muss und er hat mir letztendlich mit all meinem Gepäck geholfen und mich zum Treffpunkt geführt. Er war total herzlich und super lieb. Und dann hieß es nur noch warten.

Nach einer halben Stunde kam Felix mit noch ein paar anderen Leuten und wir fuhren los nach Chilumba. Das Ziel war in Sicht !

Nach 2 ½ Stunden Fahrt kamen wir dort an. Felix erklärte mir, dass es nun schon zu dunkel sei um zu meinem zukünftigen zuhause zu fahren und ich blieb die nächste Nacht bei ihm im Haus (Hier wird es ja schon um sechs Uhr dunkel.).

Lisa sollte am nächsten Morgen auch kommen und ich freute mich schon sie zu sehen.

Es war also wieder ein aufregender Tag und ich war froh abends im Bett zu liegen und zu schlaaafen !!

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